Große Kooperationen Schule und Theater
Unser größtes Programm ist die KOST-Kooperation. Eine KOST-Kooperation dauert 2 Schuljahre. Schulen oder Vereine können damit die eigene Theaterarbeit bereichern und nachhaltig gestalten. Dafür arbeiten sie mit einer ausgebildeten Person aus dem Bereich Theater zusammen.
So können alle Beteiligten intensiv voneinander lernen und Theater erfahren:
Schüler:innen lernen sich und ihre eigene Wirkung auf den künstlerischen Prozess kennen. Sie und ihr Leben stehen im Mittelpunkt der Theaterarbeit.
Pädagog:innen bekommen neue Anregungen und können verschiedene Methoden kennenlernen und ausprobieren. Sie können die Theatergruppe leiten und dabei eng mit Theaterkünstler:innen zusammenarbeiten.
Theaterkünstler:innen und Pädagog:innen bilden ein Team. Die Lehrkräfte kennen die Schüler:innen gut, die Theaterkünstler:innen bringen Wissen und Können vom Theater mit. So können alle auf Augenhöhe zusammenarbeiten. KOST begleitet die Zusammenarbeit durch Gespräche und Treffen.
Die Theaterprojekte können in der Schulzeit oder in der Freizeit stattfinden. Jedes Jahr sind Honorare für etwa 80 Stunden eingeplant. Diese Stunden können verwendet werden:
- in einer Theater-AG,
- als Unterricht im künstlerischen Profil,
- als Wahlgrundkurs, Neigungskurs oder Wahlpflichtfach,
- in Ferienkursen oder Projektwochen oder
- als offenes Freizeitangebot am Nachmittag.
KOST bezahlt die Honorare und Fahrtkosten für die Theaterkünstler:innen. Wir organisieren außerdem ein Rahmenprogramm für Kurse und Austausch.
Immer 10 Kooperationen laufen gleichzeitig. Jedes Jahr nehmen wir 4 bis 6 neue Kooperationen auf.
Aktuell können Sie sich für eine 2jährige Kooperationen ab 2026/27 bewerben. Die Ausschreibung dafür gilt bis zum 08. Februar 2026.
Nutzen Sie dieses Bewerbungsformular, wenn Sie sich bewerben möchten.
Hier finden Sie die vollständige Ausschreibung für die neuen Kooperationen.
Kurz das Wichtigste:
- Wir nehmen jedes Frühjahr Bewerbungen an.
- Theaterkünstler:innen und Lehrkräfte aus Schule, Hort oder Schul-Verein arbeiten 2 Jahre lang zusammen.
- Die Zeit mit Theaterkünstler:innen können Sie frei einteilen. Es sind etwa 80 Stunden im Jahr.
- Wir gestalten ein Rahmenprogramm für alle Beteiligten.
- Das Ziel ist: neue Möglichkeiten für Theater mit Schüler:innen finden und umsetzen.
Alle Großen Kooperationen seit 2014
Die Grundschule Leubsdorf arbeitet seit dem Schuljahr 2023/24 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Chemnitzer Schauspielerin Beate Düber.
Die Kooperationsschule Chemnitz arbeitet seit dem Schuljahr 2023/24 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Zwickauer Tanz- und Theaterpädagogin Gabriele Bocek.
Das Berufliche Schulzentrum der KOMPAKT Schulen in Zwickau arbeitet seit dem Schuljahr 2023/24 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit dem Leipziger Theaterpädagogen und Erzähler Patrick Niegsch.
Die Schule an der Nassau Meißen – Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Meißen arbeitet seit dem Schuljahr 2023/24 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation im ersten Kooperationsjahr mit der Dresdner Theaterpädagogin Lisa Jäger und im zweiten Kooperationsjahr mit der Dresdner Theaterpädagogin Melanie Lange zusammen.
Die Oberschule „Clara Zetkin“ Freiberg arbeitete seit 2023/24 über zwei Jahre mit dem Dresdner Theaterpädagogen Benjamin Graul zusammen. Beteiligt waren 25 Schüler:innen im Alter von 12–13 Jahren, eine Lehrerin und eine Respekt-Coachin in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war die „Etablierung einer altersübergreifenden Schultheatergruppe als fester Bestandteil der Schulkultur“. Die Theaterarbeit diente als neuer Begegnungsraum, der Erfahrungen nach der kontaktarmen Pandemiezeit aufgriff und das Verständnis für „das Fremde“ erweiterte.
Das Förderzentrum zur Lernförderung „A.S. Makarenko“ Dresden arbeitet seit 2022/23 über zwei Jahre mit Schauspieler und Regisseur Utz Pannike zusammen. Beteiligte waren 12 Schüler:innen (13–15 J.), eine Lehrerin und eine Schulsozialarbeiterin in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel ist die „Etablierung einer altersübergreifenden Schultheatergruppe […] als fester Bestandteil der Schulkultur“. Dabei entstanden neue Erfahrungsräume, sie stärken das Selbstwirksamkeit und öffnen die Schule in den Stadtteil hinein.
Die Internationale Oberschule Meerane arbeitete 2022-24 mit dem Leipziger Theaterpädagogen Paul Lederer zusammen. Beteiligt waren 12 Schüler:innen der Klassen 6–9 und eine Lehrerin in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war die „Etablierung einer altersübergreifenden Schultheatergruppe als fester Bestandteil der Schulkultur“. Die Kooperation stärkte Gemeinschaft, Verantwortungsbewusstsein und Toleranz und verankerte Theater nachhaltig im schulischen Alltag.
Die 30. Grundschule „Am Hechtpark“ Dresden arbeitet seit 2022/23 über zwei Jahre mit dem Theaterpädagogen Christian Schmidt zusammen. Zuvor erarbeitete das Kollegium in einer kleinen Kooperation mit Tabea Hörnlein und Katja Gähler die Grundlage für das Projekt. Beteiligt sind ca. 15 Lehrer*innen und Erzieher:innen im Pädagog:innen-Club, 23 Schüler:innen der Klasse 2 im Unterricht sowie 15 Schüler:innen (Kl. 2–4) in einer Hort-AG. Ziel ist es, „gemeinsam mit Schüler:innen ins Spiel zu kommen“ und so Teamgeist, Toleranz und demokratische Haltung zu stärken.
Das Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda arbeitete 2022/23 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit Theaterpädagoge und Regisseur Ulrich Reinhardt zusammen, seit dem Schuljahr 2023/24 mit der Dresdner Theaterpädagogin Clara Jungnickel. Beteiligt waren 11 Schüler:innen der Klasse 10 und ein Lehrer im Künstlerischen Profil. Ziel war es, „aktuelle Strukturen und Methoden des Profilunterrichts auf den Prüfstand zu stellen und neu zu denken“. Die Kooperation verband Theaterpraxis und Fortbildung für das Kollegium.
Die Kulturwerkschule Dresden arbeitete ab 2022/23 über zwei Jahre mit der Tanzpädagogin Susan Schubert zusammen. Zuvor war in einer kleinen Kooperation mit Katja Gähler ein Konzept für das neue Theater Intensiv-Projekt der Klassenstufe 6 entstanden. Beteiligt waren 22 Schüler:innen und zwei Lehrer:innen im Unterricht. Ziel war es, „nachhaltige Strukturen und Rahmenbedingungen für das Theater Intensiv-Projekt“ zu schaffen. Alle Schüler:innen erlebten Theater praktisch, reflektierend und kreativ als festen Teil der Schulkultur.
Das Thomas-Mann-Gymnasium in Oschatz arbeitete 2021/22 und 2022/23 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Theaterpädagogin Ulrike Taube zusammen. Beteiligt waren 14 Schüler:innen im ersten und 10 Schüler:innen der Klassenstufe 6 im zweiten Jahr sowie eine aktive Lehrerin im begabungsförderlichen Unterricht. Ziel war es, diesen Unterricht qualitativ weiterzuentwickeln und „eine altersübergreifende Theatergruppe als festen Bestandteil in der Mitte der Schule zu etablieren“ sowie Theaterbesuche und deren Reflexion dauerhaft zu verankern.
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium Nossen arbeitete 2021-23 mit den Theaterpädagog:innen Benjamin Graul und Lisa Jäger zusammen. Beteiligt waren 46 Schüler:innen der Kl. 9 im ersten und 11 im zweiten Jahr sowie zwei Lehrer:innen im Künstlerischen Profil. Ziel war, „das Künstlerische Profil qualitativ weiterzuentwickeln und durch die Künstler:innen zu erweitern“. Durch Bewegungstheater, Körperarbeit und neue Methoden wurden Unterricht und Kooperation modernisiert und künstlerische Ausdrucksfähigkeit gestärkt.
Die Oberschule Lommatzscher Pflege arbeitete 2021/22 und 2022/23 mit Theaterpädagogin und Performerin Gabi Reinhardt sowie Tanzpädagogin Gabriele Bocek zusammen. Beteiligt waren 20 Schülerinnen der Klassenstufe 7 im ersten und 50 Schülerinnen der Klassenstufe 7 im zweiten Jahr sowie 3–5 Lehrer:innen in einem Theater-Jahresprojekt im Unterricht. Ziel war es, „ein Theater-Jahresprojekt […] als Pilotprojekt zu erproben“, das langfristig fester Bestandteil der Schullaufbahn werden und als „erstes Pflänzchen“ einer lebendigen Theaterkultur an der Schule wirken sollte.
Die Questenberg-Grundschule Meißen arbeitete 2021-23 mit der Schauspielerin und Theaterpädagogin Beate Düber zusammen. Beteiligt waren zunächst 20, später 9 Schüler:innen der Klassenstufen 2–4 sowie eine Lehrerin und ein Schulassistent in einer AG am Nachmittag. Ziel war es, „ein altersübergreifendes Theaterangebot […] als Ergänzung zum Künstlerischen Profil“ zu etablieren und ein eigenes Stück mit einfachen Mitteln zu entwickeln. Der zweijährige Prozess hinterließ in der Schule deutliche Spuren: Aus der AG entstand ein selbstbewusstes Ensemble, das die Schulkultur mitprägte. 2022 war die Theater-AG mit einer Produktion zum STTS eingeladen. 2024 wurde sie mit „Vor, zurück, zur Seite ran – auf der Suche nach (der) Zeit“ zum Bundeswettbewerb „Schultheater der Länder“ nach Bremen eingeladen. 2025 erhielt die Schule für ihr pädagogisches Gesamtprofil den Deutschen Schulpreis.
Das Diesterweg-Gymnasium Plauen arbeitete 2020/21 mit Schauspielerin und Theaterpädagogin Beate Düber zusammen. Beteiligt waren 23 Schüler:innen der Klassenstufe 8 und zwei Lehrerinnen im Künstlerischen Profil. Ziel war es, „Haltung, Atmung, Stimme, Intonation, Sprache, Mimik, Gestik, Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie Körperspannung gemeinsam mit den Schüler:innen zu schulen“. Die Kooperation musste nach dem ersten Jahr wegen personeller Engpässe beendet werden.
Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Werdau arbeitete 2020-22 mit Tanzpädagogin Gabriele Bocek zusammen. Beteiligt waren 20 Schüler:innen der Klassen 5–10 sowie zwei Lehrerinnen im ersten Jahr und 8 Schüler:innen (Kl. 6/7) und 12 des Künstlerischen Profils 9 mit einer Lehrerin im zweiten Jahr. „Ziel ist es, Theaterspielen als ständigen Prozess in den (Lern)Alltag einzubauen.“ Die AG gestaltete das Eröffnungsstück für den neuen Theaterraum und stärkte die kulturelle Sichtbarkeit der Schule in Werdau.
Die 101. Oberschule „Johannes Gutenberg“ in Dresden arbeitete 2020-22 mit Schauspieler und Regisseur Utz Pannike zusammen. Im Projekt beteiligten sich Schüler:innen der 6. und 7. Klasse sowie Lernende einer DAZ-Vorbereitungsklasse. Im Deutsch- und DAZ-Unterricht wurden theaterpädagogische Methoden erprobt. Ziel war es laut Schule, „dass theaterpädagogische Mittel sich in der Schule etablieren“ und Mut, Selbstvertrauen sowie interkulturellen Dialog zu stärken.
Die Freie Schule in Torgau arbeitete 2020-23 mit den Theaterpädagoginnen Hanka Büchner und Anke Klöpsch zusammen. Beteiligt waren 17 Schüler*innen der Klassen 1–8 sowie zwei Lehrerinnen im Rahmen eines Neigungskurses im Wahlpflichtbereich. Ziel war es, „ein inklusives, altersübergreifendes Theaterangebot […] als ständigen Prozess im (Lern)Alltag“ zu etablieren. Die Arbeit stärkte Ausdrucksfähigkeit und Selbstwertgefühl und belebt die neue Aula als kreativen Schulraum.
Die Geschwister-Scholl-Grundschule Leipzig arbeitete 2020/21–2021/22 mit Theaterpädagogin Anke Klöpsch zusammen. Beteiligt waren 16 Schüler*innen der Kl. 1–4 und eine Lehrerin im ersten sowie 20 Schüler:innen der Kl. 3 und zwei Lehrerinnen im zweiten Jahr. „Theaterspielen bietet einen neuen positiven Lernraum, eine Nische im Alltag, in der Handlungen und Gefühle frei ausprobiert werden können.“ Verankert im Förderband sowie im Deutsch- und Musikunterricht förderte das Projekt Ausdruck, Selbstvertrauen und Teamgeist.
Die 3. Grundschule Riesa arbeitete 2020/21 und 2021/22 mit dem Leipziger Theaterpädagogen Paul Lederer zusammen. Im ersten Jahr beteiligten sich 18 Schüler:innen der 2.–4. Klasse und zwei Lehrer:innen in einer Nachmittags-Theater-AG, im zweiten Jahr 22 Schüler:innen der 4. Klasse und ein Lehrer in einem Angebot „Darstellendes Spiel“. Ziel war es, „ein altersübergreifendes Theaterangebot an der Schule […] einzuführen und zu etablieren“ und kulturelle Teilhabe zu fördern.
Die 32. Grundschule „Sieben Schwaben“ Dresden arbeitete 2020-22 mit dem Theaterpädagogen Anton Ziegler zusammen. Im Projekt wirkten je 21 Schüler:innen der Klassen 1 bzw. 2 und eine Lehrerin in einer Theaterprofilklasse mit. Ziel war es, „die Einführung einer Theaterprofilklasse […] fachlich zu begleiten und ihre Etablierung zu unterstützen“. Durch regelmäßige Theaterprojekte wurden Selbstbewusstsein und Teamgeist der Schüler:innen gestärkt und das Schulprofil erweitert.
Die Oberschule Ehrenfriedersdorf „Schule des Friedens“ arbeitete 2019/20 mit Schauspielerin Beate Düber und 2020/21 mit Theaterpädagoge Benjamin Graul zusammen. Beteiligt waren 22 Schüler:innen der Klassen 5–10 und eine Lehrerin im ersten sowie 16 Schüler:innen der Klassen 5–8 und eine Lehrerin im zweiten Jahr in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war es, „die Vielfalt von Theater wahrzunehmen und herauszufinden, was Theater jeder und jedem Einzelnen geben kann“. Die Kooperation stärkte Spielfreude, Bühnenpräsenz und die Tradition der Theater-AG an der Schule.
Die Freie Gemeinschaftliche Schule „Maria Montessori“ Freiberg arbeitete 2019-21 mit Theaterpädagoge und Regisseur Ulrich Reinhardt zusammen. Beteiligt aus Oberschule und Gymnasium waren 23 Schüler:innen der Klassen 9–12 und eine Lehrerin im ersten sowie 13 Schüler:innen der Klassen 7–11 und eine Lehrerin im zweiten Jahr. Im Rahmen einer altersübergreifenden Theater-AG wurde „der kreative Bereich für die älteren Schüler:innen an der Schule ausgebaut“. Dabei entstanden eigene Performances, die Selbstwirksamkeit und Ausdrucksfreude stärkten. 2021 war die Theater AG auch Teil des STTS.
Die Oberschule Martin Andersen Nexö Zschopau arbeitete 2019/20–2020/21 mit Theaterpädagogin und Performerin Gabi Reinhardt zusammen. Beteiligt waren 18 Schüler:innen der Klassen 5–10 sowie eine Lehrerin und eine Schulsozialarbeiterin in einer Theater-AG. „Theater bringt Menschen in Aktion, mit sich selbst und anderen“, so die Schulsozialarbeiterin. Entstanden ist das Stück „Meins! – Eine kurze Geschichte der Liebe“, das coronabedingt nicht aufgeführt werden konnte. „Das Setting einer Bühne wird zum Erfahrungsraum, in dem sich ausprobiert werden kann.“ Das Leitungsteam vereinte „Schul-, Sozial- und Theaterpädagogik in wertschätzender Weise“ und stärkte Jugendliche in ihrer Entwicklung. In einer zweiten Kooperation 2024–2025 erprobte die Schule eine neue Form der Theater-AG: Schüler*innen und Lehrkräfte standen gemeinsam auf der Bühne. Die Produktion „Keene Ahnung. Alles gut.“ spielte im direkten Lebensumfeld Schule und war bei den Schultheatertagen Chemnitz 2025 sowie beim STTS spezial zu sehen.
Die Grundschule Am Adler (nach Umzug „Schule am grünen Gleis“) in Leipzig arbeitete 2018-20 mit Theaterpädagogin Hanka Büchner (Platz im Raum) zusammen. Beteiligt waren 19 Schüler:innen der Kl. 3 und 20 der Kl. 4 sowie eine Lehrerin und eine Referendarin im Deutsch-, Musik- und Förderunterricht. Ziel war, „Theater zu spielen, um Beziehungen und Solidarität zu fördern“. Die Kinder entwickelten über Bewegung, Musik und biografisches Theater ein Wir-Gefühl und Selbstvertrauen. „Wir alle profitieren vom Blick auf das Gestalterische.“
Die Grundschule Zschortau arbeitete 2018-20 mit den Theaterpädagoginnen Katharina Wessel und Anke Klöpsch zusammen. Beteiligt waren 28 Schüler:innen der Kl. 2-4 im ersten und 12 im zweiten Jahr sowie eine Lehrerin in einem Neigungskurs für kulturelle Bildung. „Wir möchten die sozial-emotionale Entwicklung der Kinder fördern und die Untrennbarkeit von Bildung und Kultur aufzeigen.“ Im zweiten Jahr konnten die Kinder im „Vertiefungskurs Theater“ eigene Szenen und Figuren entwickeln und Feedback konstruktiv nutzen.
Die SRH Oberschule in Dresden arbeitete 2018/19 und 2019/20 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Tanzpädagogin Gabriele Bocek zusammen. Beteiligt waren 12 Schüler:innen der Klassen 6–8 im ersten und 13 der Klassen 8–10 im zweiten Jahr in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war es, „die Theaterarbeit als konstruktiven Bestandteil des Schullebens fest zu etablieren“ und forschendes Lernen theaterpraktisch zu erproben. 2019 entstand das gemeinsame Stück „Jeder trägt seine kleine Angst“ und wurde u. a. beim Schüler:innentheatertreffen Sachsen gezeigt. Im zweiten Jahr entwickelte die Gruppe „Schuld und Recht“, das coronabedingt nicht präsentiert werden konnte.
Die Pestalozzi-Oberschule Meißen arbeitete ab 2018/19 zwei Jahre mit Schauspieler und Regisseur Utz Pannike zusammen. Beteiligt waren 28 Schülerinnen der Klassenstufe 5 im ersten und 28 Schülerinnen der Klassenstufe 6 im zweiten Jahr sowie zwei Lehrerinnen in einer Theaterprofilklasse im Unterricht. Ziel war es, „an die Theatertraditionen anzuknüpfen“ und eine Musik-Theater-Klasse von 5 bis 10 aufzubauen. Höhepunkte waren die gemeinsame Inszenierung „Das Gewitter“ im Meißner Theater und die Umwandlung der geplanten Aufführung in ein Hörspiel während der Corona-Pandemie.
Das Landau-Gymnasium Weißwasser arbeitete 2018-20 mit Theaterpädagoge Benjamin Graul zusammen. Beteiligt waren 39 Schüler:innen der Klasse 9 im ersten und 20 der Klasse 10 im zweiten Jahr sowie zwei Lehrerinnen im Künstlerischen Profil. „In der Kooperation sehen wir eine Bereicherung des Profilunterrichts und die Möglichkeit, neue Wege zu beschreiten.“ Gearbeitet wurde mit Methoden des forschenden Theaters zum Thema „Glück“ und zu Ibsens „Peer Gynt“; eine Werkstattpräsentation beschloss das Projekt.
Das Pestalozzi-Gymnasium Heidenau arbeitete 2018-20 mit dem Theaterpädagogen Anton Ziegler zusammen. Beteiligt waren im ersten Jahr 5 Schüler:innen der Klassenstufen 5 und 9 sowie eine Lehrerin in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war es, „eingefahrene Wege aufzubrechen“ und postdramatische Ansätze ins Schultheater zu integrieren. Gearbeitet wurde u. a. zu den Themen Heimat und Entscheidungen auf Basis von Michael Endes „Das Gefängnis der Freiheit“, mit Präsentationen zum Tag der offenen Tür und in der letzten Schulwoche.
Die Förderschule Rosenweg Leipzig arbeitete 2018-20 mit Theaterpädagoge Paul Lederer zusammen. Beteiligt waren 9 bzw. 7 Schüler*innen aus Mittel-, Ober- und Werkstufe, zwei Lehrerinnen und eine pädagogische Fachkraft im Wahlunterricht. Ziel war es, „kontinuierlich Theaterarbeit anzubieten und eine feste Theatergruppe zu bilden“. Im Verlauf zeigte sich: Jede:r Schüler:in kann spielen – unabhängig von sprachlichen Fähigkeiten. Im zweiten Jahr erschwerten Schulschließungen die Arbeit, führten aber zu neuen Videoformaten.
Die Grundschule Stahmeln in Leipzig arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagogin Anke Klöpsch zusammen. Beteiligt waren 13 Schüler:innen der Kl. 3 im ersten und 13 der Kl. 3/4 im zweiten Jahr sowie eine Lehrerin und später eine weitere im Team. Im Rahmen einer verpflichtenden Theater AG wurden Rituale und Feedbackkultur etabliert und eigene Stücke entwickelt. „Ich bekam viele Ideen für Rituale und Übungen, die sich auch im alltäglichen Unterricht einsetzen lassen.“ Das Projekt förderte Zusammenhalt und spielerisches Lernen.
Die Oberschule Waldheim arbeitete 2017-19 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Schauspielerin Beate Düber zusammen. Beteiligt waren 10 Schüler:innen der Klassenstufe 8 im ersten und 7 Schüler:innen der Klassenstufe 9 im zweiten Jahr sowie eine Lehrerin, zunächst in einem Neigungskurs, später in einer Theater-AG am Nachmittag. Ziel war es, „die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Entwicklung von Kreativität und Ausdruckskraft sowie eine Erweiterung der Sprach- und Sprechkompetenz“ zu erreichen. Höhepunkt war ein eigenproduziertes Kriminalstück, das zum Schuljahresende im Theater Döbeln aufgeführt wurde.
Das Berufliche Schulzentrum für Gastgewerbe „Ernst Lößnitzer“ Dresden arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagoge und Regisseur Ulrich Reinhardt zusammen. Beteiligte waren je 20 Schüler:innen des Beruflichen Gymnasiums (Kl. 11 und 12) sowie zwei Lehrerinnen. Die Arbeit fand im Literaturkurs statt. „Durch die Kooperation soll an der Schule längerfristig und nachhaltig ein Angebot für Theater/Darstellendes Spiel etabliert werden.“ Trotz Personalwechsel konnte das Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden.
Die Grundschule Rötha arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagogin Hanka Büchner von (Platz im Raum) zusammen. Beteiligt waren 12 Schüler*innen aus Kl. 2/3 im ersten und 12 aus Kl. 2–4 im zweiten Jahr sowie eine Lehrerin in einer Theater-AG am Nachmittag. „Gern würde ich probieren, ob es wirklich möglich ist, bereits Grundschüler:innen zum freien Spiel und zum Improvisieren zu animieren.“ Die Gruppe arbeitete an Körper, Stimme und Sprache, gestaltete Beiträge für das Weihnachtsprogramm und entwickelte szenische Präsentationen mit eigenen Ideen und Erfahrungen.
Die 78. Grundschule Leipzig arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagogin Katharina Wessel zusammen. Beteiligt waren 42 Schüler:innen aus zwei 1. Klassen und eine Lehrerin, im zweiten Jahr Schüler:innen einer Theater-AG. Im ersten Jahr fand die Arbeit im Musikunterricht als „Musik-Theater-Stunde“ statt. Ziel war, „kulturelle Bildung im Schulalltag zu verankern und sichtbar zu machen“. Die Kinder gestalteten das Schuleinführungsprogramm kreativ und entwickelten eigene Szenen und Musikstücke.
Die Oberschule Lößnitz arbeitete 2016-18 im Rahmen einer zweijährigen KOST-Kooperation mit der Schauspielerin Beate Düber zusammen. Beteiligt waren 19 Schüler:innen der Klassenstufen 5–9 im ersten Jahr sowie eine Lehrerin in einer Theater-AG. Ziel war es, „eine Theaterproduktion zu erarbeiten, die nachhaltig beispielgebend und motivierend wirkt“. Entstanden ist die sprachfreie Eigenproduktion „Aus dem Leben der Ameisen“, die Körper und Bewegung in den Mittelpunkt stellte und bei der Chemnitzer Schultheaterwoche sowie im Kulturhaus Aue aufgeführt wurde. Die Schule setzte die Zusammenarbeit nach der Kooperation aus eigenen Mitteln fort. Einblicke in die Kooperationsarbeit gibt es hier als Film.
Das Friedrich-Schleiermacher-Gymnasium Niesky arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagoge Benjamin Graul zusammen. Beteiligt waren 12 Schüler:innen der Kl. 6 und 11 der Kl. 7 sowie eine Lehrerin in einer Theater-AG. Ausgangspunkt war das Gilgamesch-Epos, das zur Stückentwicklung „Das Phantom von Uruk“ führte, uraufgeführt 2017 und Teil des STTS Bautzen. Auch zum Bundeswettbewerb „Schultheater der Länder“ war die Theaterproduktion in dem Jahr eingeladen. „Da ich mit dem forschenden Theater eine neue Erfahrungswelt betrat, sah ich mich […] auch als Lernende“, so Lehrerin Kerstin Schönbrodt. Benjamin Graul betonte „die schöpferische Ruhe und den Teamgeist“ der Arbeit. Die Schule führte die Kooperation eigenständig fort.
Das Goethe-Gymnasium in Bischofswerda arbeitete 2016-18 mit Theater- und Tanzpädagogin Gabriele Bocek zusammen. Beteiligt waren 30 Schüler:innen der Kl. 9 (Künstlerisches Profil, 2 Gruppen) und 20 der Kl. 10 sowie zwei Lehrerinnen. „Wir erhoffen uns Impulse und Anregungen für unsere weitere Arbeit auf künstlerischem Gebiet.“ Die Kooperation förderte neue Spiel- und Inszenierungskonzepte und brachte Darstellendes Spiel im Schulalltag stärker in Fokus von Lernenden und Lehrenden.
Foto: © Ute Langer
Das futurum vogtland – Evangelisches Gymnasium Mylau arbeitete 2016-18 mit Schauspielerin Sylvia Lemma-Herrmann und Theaterpädagoge Benjamin Graul zusammen. Beteiligt waren 13 Schüler:innen der Kl. 8 im ersten und 20 im zweiten Jahr sowie eine Lehrerin im Theaterunterricht. „Wir möchten die Qualität der Arbeit erhöhen und Handwerkszeug für Regie und Stückentwicklung erhalten.“ Das Projekt förderte die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Lehrkraft und Künstler:innen und brachte verborgene Talente zum Vorschein.
Foto: Manuela Richter
Das Förderzentrum Lernen „Am Leutewitzer Park“ Dresden arbeitete 2016-18 mit Theaterpädagogin Franziska Till und im zweiten Jahr mit Schauspieler Utz Pannike zusammen. Beteiligt waren 11 Schüler:innen der Klassen 5 im ersten und Schüler:innen der Klassen 3 im zweiten Jahr sowie zwei Lehrerinnen im Deutsch- und Musikunterricht. Ziel war es, „Spaß am Theaterspielen und am ‘ins Theater gehen‘“ zu fördern und eine Theatertradition aufzubauen. Entstanden ist das Stück „Die zweite Chance“, das 2017 erfolgreich vor Mitschüler:innen und Eltern aufgeführt wurde.
Tina Slotta, Lehrerin: „…ich werde im neuen Schuljahr mit den Schüler*innen auf jeden Fall weiter Theaterspielen und die Übungen, die ich gelernt habe auch in anderen Klassen ausprobieren und den Kolleg*innen zeigen.“
Franziska Till, Theaterpädagogin: „Ich erinnere mich noch genau, wie sie am Anfang gesagt haben: ‘Ich möchte nicht auf die Bühne gehen.‘ Und am Ende wollte keiner mehr runter.“
Das Freie Berufliche Schulzentrum „Fritz Müller“ Mittweida arbeitete 2015-17 mit Schauspieler und Regisseur Utz Pannike zusammen. Beteiligt waren 12 Schüler:innen (15–18 J.) ohne Vorerfahrung und zwei Lehrerinnen im Wahlpflichtfach des Berufsvorbereitenden Jahres. Ziel war, „eine neue Art der Freizeitgestaltung“ anzubieten und Erfolgserlebnisse zu schaffen. Durch Maskenarbeit fanden die Jugendlichen Zugang zum Spiel und entwickelten kleine Szenen, die 2016 im Freizeitzentrum Mittweida aufgeführt wurden.
Die 4. Grundschule „Lindenschule“ Hoyerswerda arbeitete 2015-17 mit Theaterpädagoge und Regisseur Ulrich Reinhardt zusammen. Im Projekt wirkten 11 bzw. 14 Schüler*innen der Klassen 3–4 und bis zu zwei Lehrerinnen in einer Nachmittags-Theater-AG mit. Simone Kruscha betonte: „Schüler sollen über das Theaterspielen Sozialkompetenzen und Sprachfähigkeit entwickeln.“ Aus Märchen- und Eigenentwicklungen entstand u. a. „Ihr sagt, wir sollen den Mund halten“, das in der Kulturfabrik und beim Schülertheatertreffen gezeigt wurde. . Fotos: © Ulf Großmann



